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Nachdem wir nun einige Eigenschaften von Schwarzen Löchern kennen, stellt sich natürlich nun die Frage, ob diese Bestien auch wirklich existieren. Nach der Theorie müßte es so sein, aber wir können nicht mal kurz viele Lichtjahre hinaus in die Milchstraße fliegen um dort nach ihnen zu suchen. Jegliche Hinweise auf die Existens von Schwarzen Löchern müssen von der Erde aus erfolgen. Leider schränkt die Bewegung der Erdatmosphäre eine sehr genaue Beobachtung stark ein; die Riesenteleskope erreichen hier niemals ihre theoretische Schärfeleistung. Da kam das Hubble-Weltraumteleskop gerade richtig; kann es doch außerhalb der störenden Erdatmosphäre beobachten und so Bilder von nie gekannter Qualität liefern. Mit diesem Fernrohr hat man auch einige Kandidaten für Schwarze Löcher gefunden.
Eigentlich sollte man sie doch gar nicht sehen können, diese seltsamen Gebilde. Aber es gibt einen Ausweg: Wenn ein Schwarzes Loch z. B. in einem Doppelsternsystem steht, dann kann es durch seine enorme Anziehungskraft Materie von seinen Begleitsternen absaugen. Diese wird dann immer stärker zum Schwarzen Loch hin beschleunigt bis sie dort auf einer langen spiralförmigen Bahn hineinstürzt. Dabei erhitzt sich die Materie extrem. Diese aufgeheizte Materie bildet um das Schwarze Loch herum eine riesige Scheibe, eine sogenannten Akkretionsscheibe. Noch bevor die Materie in das Schwarze Loche hineinstürzt, ist sie so heiß geworden, das sie energiereiche Röntgenstrahlung aussendet. Da sich dieses noch weit außerhalb des Schwarzen Loches abspielt, kann man Schwarze Löcher schließlich indirekt an dieser Röntgenstrahlung erkennen.
Steht ein Stern in der Nähe eines Schwarzen Loches, so saugt es Materie von diesen ab. Diese Materie stürzt auf langen Spiralbahnen und unter ungeheurer Energie ins Schwarze Loch hinein. Dabei entsteht energiereiche Röntgenstrahlung.
Das Bild stammt von der NASA
Mittlerweile hat man einige Kandidaten gefunden, die sehr wohl ein Schwarzes Loch sein könnten. Einen hunderprozentigen Beweis hat man aber bis heute noch nicht. Etwas weiter gekommen ist man mit dem Hubble-Space-Weltraumteleskop. Es hat um einige massereiche Objekte Scheiben aus Materie gezeigt. Diese werden als die weiter oben erwähnten Akkretionsscheiben gedeutet, die sich um Schwarze Löcher herum bilden. Trotzdem sind bis heute nur indirekte Beweise möglich. Ein direkter Nachweis ist eigentlich nur möglich, wenn ein solchen Objekt mal in der näheren Umgebung vorbeizieht und sich so anhand seiner extremen Schwerkraft identifiziert.
Im Zentrum unserer Milchstraße hat man ein extrem kleines und massereiches Objekt gefunden, das sehr gut ein Schwarzes Loch sein kann. Aber wir wissen es noch nicht genau und die heißen Diskussionen gehen munter weiter. Auch bei anderen Galaxien gibt es einige, in deren Zentrum heute ein Schwarzes Loch vermutet wird. So z. B. wird auch im Kern der elliptischen Riesengalaxie M 87 ein Schwarzes Loch vermutet. Auch bei den sogenannten Quasaren könnte das der Fall sein. Quasare sind Objekte, die über 10 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt sind, aber so viel Energie aussenden, daß wir sie hier von der Erde aus sogar schon mit mittleren Amateurfernrohren sehen können! Doch woher kommt diese Energie?? Normale Galaxien sind dazu wohl nicht imstande. Eine Erklärung wäre, das Quasare Galaxien sind, in deren Zentrum große Mengen an Materie in ein riesiges Schwarzes Loch stürzt. Man darf also gespannt sein, was die weitere Forschung noch alles enthüllen wird!
Links: Sitzt im Kern der elliptischen Riesengalaxie M87 ein Schwarzes Loch??
Rechts: In 1500 Lichtjahren Entfernung gilt dieses Objekt V4641 Sgr als Kandidat für ein
Schwarzes Loch.
Auch in der Galaxie M 82 könnte ein Schwarzes Loch stehen
Die Bilder stammen von der NASA