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Der Mars ist der erste der äußeren Planeten. Schon immer hat der Mars die
Phantasie der Menschen angeregt. Da er nur eine dünne Atmosphäre hat, kann man
mit Fernrohren Einzelheiten auf einer Oberfläche erkennen: dunkle und helle
Schattierungen, vereiste Polkappen und manchmal auch Wolken und Staubstürme
in seiner Atmosphäre. Das alles hat früher ausgereicht, ihn sich als bewohnte Welt
vorzustellen. Doch dieser Traum wurde mit dem Aufkommen der ersten Marssonden schnell
aufgegeben.
Heute kennen wir Mars als eine rote und trockene Steinwüste. Seine Atmosphäre ist sehr dünn und besteht zu 95 % aus Kohlendioxid, sowie etwas Stickstoff, Sauerstoff und Wassersampf. Der Luftdruck an seiner Oberfläche beträgt nur etwa 1 Millibar. Flüssiges Wasser ist aber erst bei höheren Druck möglich. Die Temperaturen können am Marsäquator schon mal im Sommer 25 Grad erreichen. Nachts sinken sie aber schnell auf unter -100 Grad ab; eine Folge der dünnen Atmosphäre. An den Polkappen liegen die Temperaturen das ganze Jahr über bei -130 Grad. Trotz der dünnen Atmospäre gibt es auf dem Mars heftige Staubstürme, die den halben Planeten einhüllen können.
Auf der Oberfläche des Mars gibt es einige Besonderheiten. Da wäre zunächst
einmal Olympus Mons zu nennen, ein riesiger Vulkan mit einem Basisdurchmesser von über
600 Kilometern und einer Höhe von 27 Kilometern. Damit ist er der größte uns
bekannte Vulkan im ganzen Sonnensystem. Das große Mariner-Tal ist eine riesiges
Canyon-System mit einer Länge von über 3000 Kilometern. Der Grand-Canyon
in den USA auf der Erde würde in eines seiner Nebentäler vollständig
hineinpassen!! Daneben gibt es noch viele ausgetrocknete Flußtäler auf dem Mars.
Es gibt heute keine Zweifel mehr, daß sie einst durch fließendes Wasser geformt
wurden. Wahrscheinlich war das Klima auf dem Mars in früher einmal wesentlich wärmer
und feuchter als heute; auch die Atmosphäre schien damals wesentlich dichter gewesen zu
sein.
Trotz intensiver Suche durch Raumsonden und andere Roboter konnte man bis heute kein Leben auf dem Mars nachweisen. So bleibt die Frage nach Leben auf dem Mars weiterhin offen. Allerdings glauben heute immer mehr Wissenschaftler, das es in früherer Zeit einmal Anfänge von Leben auf dem Mars gab, als sein Klima noch feuchter und die Atmosphäre auch noch dichter war, als es heute der Fall ist.
Links: Der Mars aus dem Weltraum gesehen. Rechts: Olympus Mons ist mit einer Höhe von fast 27 km der größte Vulkan auf dem Mars.
Das große Mariner-Tal ist ein riesiges Canyonsystem auf dem Mars. Es ist so gewaltig, daß der Grand-Canyon in den USA in eines seiner Nebentäler hineinpassen würde!
Eine Marslandschaft, fotografiert von der Marssonde »Viking«.
Das Landegebiet des »Pathfinder«.
Die Bilder stammen von der NASA
| mittlere Entfernung von der Sonne: | 228 Millionen km |
| mittlere Entfernung von der Sonne in AE: | 1,52 AE |
| mittlere Bahngeschwindigkeit: | 24,14 km/Sek. |
| Bahnneigung gegen Ekliptik: | 1° 50' 59" |
| Äquatodurchmesser: | 6794 km |
| Umlaufszeit um die Sonne, siderisch: | 686,98 Tage |
| Umlaufszeit um die Sonne, synodisch: | 779,94 Tage |
| Abplattung: | 1 : 171 |
| Rauminhalt (Erde = 1): | 0,15 |
| Masse (Erde = 1): | 0,107 |
| Dichte g/cm3: | 3,93 |
| Rotationszeit: | 24h 37m 22,6s |
| Neigung Äquator gegen Bahnebene: | 23° 59' |