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Die Sonne ist der uns am nächsten liegende Stern. Er ist so hell, daß er am
Tage alle anderen Sterne überstrahlt. Die Erde ist im Mittel 150 Millionen Kilometer
von der Sonne entfernt. Diese Entfernung von 150 Millionen Kilometer bezeichnet man auch
als Astronomische Einheit. Das Licht braucht schon
8,3 Minuten bis zur Erde. Gleichzeitig ist die Sonne das Zentrum unseres Planetensystems.
Ihre Anziehungskraft hält die Planeten auf ihren Bahnen.
Die Sonne ist ein glühender Ball, der vorwiegend aus Wasserstoff und Helium besteht. Die Temperatur liegt auf ihrer Oberfläche bei 6000 Grad C, im innersten Kern bei 15 Millionen Grad. Dort findet auch der Kernprozeß statt, bei dem Wasserstoff in Helium umgewandelt wird. Durch Konvektion wird die Wärme nach außen transportiert. Das Ganze ist aber ein ziemlich komplizierter Vorgang. Die sichtbare Oberfläche der Sonne wird Photosphäre genannt. Ganz außen befindet sich die Korona. Das ist die äußerste Schicht der Sonnenatmosphäre die man nur in den kurzen Minuten einer totalen Sonnenfinsternis sehen kann.
Doch zunächst eine Warnung:
Niemals mit einem Fernrohr direkt in die Sonne schauen!
Selbst die Filter, die man hinter das Okular schraubt bieten keinen guten Schutz, da sie der gesamten Hitze im Strahlengang ausgesetzt sind und schon nach einer Minute zerplatzen können. Die sicherste Methode ist ein Filter, der direkt vor das Objektiv des Fernrohrs gesetzt wird, denn dann kommt die Hitze erst gar nicht dort hinein. Die zweite Möglichkeit ist die Projektion des Sonnenbildes auf einen weißen Karton, den man hinter dem Oklular anbringt. So ausgestattet, kann man die Sonne gefahrlos betrachten!
Schon mit einem kleinen Fernrohr kann man die Granulation der Sonne beobachten. Sie zeigt sich als eine Körnerstruktur auf ihrer gesamten Oberfläche. Es handelt sich bei der Granulation um aufsteigende Gase, die bis zu 1000 Kilometer groß sind.
Ebenfalls mit einem kleinen Fernrohr kann man schon die Sonnenflecken
beobachten. Es sind Gebiete, die kühler sind als die übrige Sonnenoberfläche.
Daher erscheinen sie dunkler. Ihre Anzahl auf der Sonne schwankt stark. Alle 11 Jahre sind
besonders viele Sonnenflecken zu sehen, denn dann ist die Sonne immer besonders aktiv.
Dazwischen gibt es Zeiten, wo die Sonne über Wochen hinweg völlig fleckenfrei sein
kann. Die tägliche Beobachtung der Sonnenflecken ist für den Hobbyastronom ein
wirklich lohnenswerterund interessanter Zeitvertreib!
Bei den Fackeln handelt es sich um Gebiete, die heller erscheinen und auch eine etwas höhere Temperatur besitzen als die übrige Sonnenoberfläche. Man kann sie vor allem in Randnähe der Sonne beobachten. Auch ihr Auftreten unterliegt Schwankungen.
Besonders eindrucksvoll sind die Protuberanzen. Man kann sie aber
nur während der wenigen Minuten einer totalen Sonnenfinsternis sehen, oder mit spziellen
Filterm, die die Sonne richtig abdecken. Protuberanzen sind nach oben schießende
Gasmassen, die einige tausend Kilometer Länge erreichen können. Das Bild links
zeigt ein schönes Beispiel für eine heftige Sonnenprotuberanz.
Stetig sendet die Sonne ein Strom elektrisch geladener Teilchen aus, den sogenannten Sonnenwind. Dieser wird normalerweise vom Magnetfeld der Erde abgelenkt. Zu Zeiten hoher Sonnenaktivitäten können diese Teilchen aber bis zur Erdoberfläche gelangen, wo sie dann besonders an den beiden Polen der Erde mit den Luftmolekühlen zusammenstoßen und eines der eindrucksvollsten Himmelsschauspiele hervorrufen können, nämlich das Polarlicht!
| Äquatodurchmesser: | 1392000 km |
| Rauminhalt (Erde = 1): | 1301000 |
| Masse (Erde = 1): | 332270 |
| Dichte g/cm3: | 1,410 |
| Rotationszeit: | 25,38 Tage |