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Sternarten

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Es gibt verschiedene Arten von Sternen, von denen die wichtigsten hier einmal kurz vorgestellt werden sollen:


Einzelsterne:
Dies sind ganz gewöhnliche Sterne, die keinem Doppel- oder Mehrfachsternsystem angehören. Auch unsere Sonne ist ein Einzelstern.

Doppel- und Mehrfachsterne:
Hier stehen 2 oder auch mehrere Sterne in einem System eng zusammen. Sie umkreisen dabei einen gemeinsamen Schwerpunkt. Schon mit einem kleinen Fernrohr kann man viele Doppelsterne getrennt sehen. Einige Doppelsterne sind so weit entfernt, das sie auch mit den größten Teleskopen nicht aufgelöst werden (als zwei Sterne gesehen werden) können. Sie verraten sich aber durch ihr Spektrum. Daher nennt man solche Sterne auch spektroskopische Doppelsterne.

Veränderliche Sterne:
Hier haben wir es mit Sternen zu tun, die ihre Helligkeit periodisch verändern. Die Ursachen dafür liegen im Sterneninnern. Am bekanntesten ist wohl der Stern Mira im Sternbild Walfisch.

Rote Riesensterne:
Wenn ein Stern von ungefähr 1 bis 3 Sonnenmassen am Ende seines Lebens angekommen ist, bläht er sich langsam zu einem roten Riesenstern auf. Die Temperatur an der Oberfläche liegt dann nur noch bei ca. 2000 Grad C und die Dichte des Sterns ist sehr gering. Das rötliche Leuchten ist ein Indiez für die niedrige Temperatur an seiner Oberfläche. Da solche roten Riesensterne aber bis zu 100fachen Sonnendurchmesser haben können (!), haben sie eine sehr große Oberfläche die auch sehr viel mehr Licht abstrahlen kann. Daher sind sie am Himmel auch enorm hell. Beispiele dafür sind z. B. der Stern Beteigeuze im Sternbild Orion, Aldebaran im Sternbild Stier oder Antares im Sternbild Skorpion.

Weiße Zwerge:
Auch ein roter Riesenstern fällt später in sich zusammen. Dabei werden die äußeren Hüllen des Sterns in den Weltraum abgestoßen. Was übrig bleibt, ist ein kleiner weißer Zwergstern. Solche weißen Zwerge haben Durchmesser von der Größe der Erde, vereinigen aber immerhin noch ca. eine Sonnemasse in sich! Daher ist auch die Dichte entsprechend hoch: Eine Streichholzschachtel voll Materie aus einem weißen Zwerg würde auf der Erde einige Tonnen wiegen

Neutronensterne oder Pulsare:
Ein Stern, der mehr als 4 Sonnenmassen hat beendet sein Leben in einer gewaltigen Explosion, auch Supernovaexplosion genannt. Übrig bleibt dann ein sehr kleiner Kern, der gerade mal 10 Kilometer im Durchmesser erreicht, aber immerhin noch zwei- bis dreimal soviel Masse wie unsere Sonne in sich vereint!! Die Dichte ist hier unvorstellbar groß. Eine Streichholzschachtel voll mit dieser Materie würde auf der Erde soviel wiegen, wie 3000 Flugzeugträger übereinandergestapelt! Die Materie ist wirklich so dicht gepackt, das der Raum zwischen den Elektronen in den Atomen gar nicht mehr existiert; somit ist ein Neutronenstern von der Dichte her wie ein einzelner Atomkern mit 10 Kilometern im Durchmesser. Gleichzeitig rotieren diese Sterne sehr rasch; bis zu 100mal pro Sekunde schnell und senden durch diese Rotation in regelmäßigen Abständen Lichtimpulse ins Weltall hinaus, so wie ein Leuchtturm.

Rote Zwergsterne:
Damit ein Stern überhaupt entstehen kann, ist eine gewissen Anfangsmasse erforderlich, die in etwa bei der zwei- bis dreifachen Masse des Planeten Jupiter liegt. Unsere Sonne hat aber sehr viel mehr Masse als dieser. Reicht die Anfangsmasse zur Entstehung eines Sterns gerade aus, dann entstehen die roten Zwerge. Auch sie wandeln durch die Kernfusion Wasserstoff in Helium um, aber sie sind mit weniger als einen Sonnendurchmesser nur sehr klein und die Temperatur an ihrer Oberfläche liegt bei nur etwa 2000 Grad C. Einige der roten Zwegsterne zeigen manchmal plötzliche Helligkeitsausbrüche, die auch von Hobbyastronomen beobachtet werden können.





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